Tagesbericht vom 20.08.2011

Ort: Madrid | Autorinnen: Christina W., Lisa-Marie G. und Lisa M.

Der heutige Tag begann für uns damit, dass wir das Gepäck, das wir heute und morgen für die Vigilfeier und die Abschlussmesse auf dem Flughafengelände Cuatro Vientos benötigten, zusammenpacken mussten.

Wir brachen dann also mit dem gepackten Weltjugendtagsrucksack, einer Isomatte und einem Schlafsack in Richtung Metro auf. Dort fuhren wir einige Stationen, bis wir von der Station La Peseta aus den Pilgerweg in Angriff nahmen. Nach einigen dringend notwendigen Trinkpausen im Schatten kamen wir endlich auf dem Gelände an Flughafen Cuatro Vientos an. Es galt nun, das uns zugewiesene Feld D4 zu suchen und sich darin für die kommende Nacht einigermaßen häuslich einzurichten.

Als dies mehr oder weniger erfolgreich geschehen war, versuchten wir (Christina, Lisa-Marie, Lisa) durch die Massen zu den begehrten vorderen Plätzen zugelangen. Unsere Gruppe waren nämlich drei Plätze im Rang B zugeteilt worden, die wir unter den Interessenten verlost hatte. Von diesen bestuhlten Plätzen hatte man eine exzellente Sicht auf den Papst und das gesamten Geschehen auf der Bühne.

Um an unsere Plätze zugelangen, mussten wir mehrmals mit Personalausweis und einer speziellen Einladung Sicherheitskontrollen passieren, wobei auch Hunde an unseren Taschen schnüffelten.

An unseren Plätzen angekommen, befestigten wir sofort unser selbstgemaltes „Mechernich grüßt Benedikt“-Banner, mit dem wir dem Heiligen Vater eine kleine Aufmerksamkeit aus seiner Heimat zukommen lassen wollten. Da wir uns bereits um 13 Uhr auf diesen Plätzen einfinden mussten, und der Beginn der Vigil für 20.30 Uhr (deutsche Zeit) angesetzt war, galt es, diese Zeit möglichst sinnvoll zu überbrücken. Für uns bedeutete dies konkret, zunächst für einen angemessen Sonnenschutz zu sorgen. Zu diesem Zweck funktionierten wir Pappkartons und Mülltüten zu einem improvisierten Sonnensegel um, sodass wir einigermaßen vor den extremen Temperaturen geschützt waren.

Während der gesamten Zeit fanden auf der Bühne, auf der später die Vigil stattfinden sollte, diverse musikalische Auftritte und Zeugnisse durch verschiedenste Personen statt. Kurz vor Beginn der Vigil wurde dann ein „Rosario Universal“, das heißt ein Rosenkranz in den verschiedensten Sprachen gebetet. Bei Einbruch der Dunkelheit begann dann endlich die Vigilfeier. Leider setzte pünktlich zur Begrüßungsansprache des Heiligen Vaters ein derartiges Gewitter ein, dass er diese unterbrechen und wir unseren Sonnenschutz spontan zu einem Regenschutz umfunktionierten. Nachdem sich der Regen etwas abgeschwächt hatte, konnte die Feier jedoch ohne weitere Komplikationen fortgesetzt werden.

Besonders interessant war für uns, dass die beeindruckende Monstranz zum Einsatz kam, die wir noch vor einigen Tagen in Toledo bestaunen konnten. Nach dem Ende der Vigil machten wir drei uns dann wieder auf dem Weg zum Rest der Gruppe. Endlich dort angekommen, erfuhren wir, dass wir angesichts der Wetter- und Platzverhältnisse die Möglichkeit hatten, die Nacht in unserer normalen Unterkunft zu verbringen. Also machten wir uns auf den Weg, immer mit dem Ziel, die letzte Metro um 1.30 Uhr noch zu erwischen. Unsere Voluntarios hatten derweil aufgeschlossen und bereiteten uns einen tollen Empfang, sodass wir auch diese Nacht im Trockenen verbringen konnten.