Tagesbericht vom 24.01.2019

Ort: Panama | Autor: Luis K.

Heute morgen waren wir in der dritten und letzten Katechese im Colegio Beckmann. Nachdem wir Weihbischof Bentz eine gute halbe Stunde zugehört hatten, ging es zur eigentlichen Messe über. Rebekka und Eric konnten an der Messe aber nicht teilnehmen, weil sie mal nach unseren Kranken gucken mussten. Für den Nachmittag stand die gemeinsame Willkommensfeier für den Papst an, gefeiert an der Cinta Costera.

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Tagesbericht vom 20.08.2011

Ort: Madrid | Autorinnen: Christina W., Lisa-Marie G. und Lisa M.

Der heutige Tag begann für uns damit, dass wir das Gepäck, das wir heute und morgen für die Vigilfeier und die Abschlussmesse auf dem Flughafengelände Cuatro Vientos benötigten, zusammenpacken mussten.

Wir brachen dann also mit dem gepackten Weltjugendtagsrucksack, einer Isomatte und einem Schlafsack in Richtung Metro auf. Dort fuhren wir einige Stationen, bis wir von der Station La Peseta aus den Pilgerweg in Angriff nahmen. Nach einigen dringend notwendigen Trinkpausen im Schatten kamen wir endlich auf dem Gelände an Flughafen Cuatro Vientos an. Es galt nun, das uns zugewiesene Feld D4 zu suchen und sich darin für die kommende Nacht einigermaßen häuslich einzurichten.

Als dies mehr oder weniger erfolgreich geschehen war, versuchten wir (Christina, Lisa-Marie, Lisa) durch die Massen zu den begehrten vorderen Plätzen zugelangen. Unsere Gruppe waren nämlich drei Plätze im Rang B zugeteilt worden, die wir unter den Interessenten verlost hatte. Von diesen bestuhlten Plätzen hatte man eine exzellente Sicht auf den Papst und das gesamten Geschehen auf der Bühne.

Um an unsere Plätze zugelangen, mussten wir mehrmals mit Personalausweis und einer speziellen Einladung Sicherheitskontrollen passieren, wobei auch Hunde an unseren Taschen schnüffelten.

An unseren Plätzen angekommen, befestigten wir sofort unser selbstgemaltes „Mechernich grüßt Benedikt“-Banner, mit dem wir dem Heiligen Vater eine kleine Aufmerksamkeit aus seiner Heimat zukommen lassen wollten. Da wir uns bereits um 13 Uhr auf diesen Plätzen einfinden mussten, und der Beginn der Vigil für 20.30 Uhr (deutsche Zeit) angesetzt war, galt es, diese Zeit möglichst sinnvoll zu überbrücken. Für uns bedeutete dies konkret, zunächst für einen angemessen Sonnenschutz zu sorgen. Zu diesem Zweck funktionierten wir Pappkartons und Mülltüten zu einem improvisierten Sonnensegel um, sodass wir einigermaßen vor den extremen Temperaturen geschützt waren.

Während der gesamten Zeit fanden auf der Bühne, auf der später die Vigil stattfinden sollte, diverse musikalische Auftritte und Zeugnisse durch verschiedenste Personen statt. Kurz vor Beginn der Vigil wurde dann ein „Rosario Universal“, das heißt ein Rosenkranz in den verschiedensten Sprachen gebetet. Bei Einbruch der Dunkelheit begann dann endlich die Vigilfeier. Leider setzte pünktlich zur Begrüßungsansprache des Heiligen Vaters ein derartiges Gewitter ein, dass er diese unterbrechen und wir unseren Sonnenschutz spontan zu einem Regenschutz umfunktionierten. Nachdem sich der Regen etwas abgeschwächt hatte, konnte die Feier jedoch ohne weitere Komplikationen fortgesetzt werden.

Besonders interessant war für uns, dass die beeindruckende Monstranz zum Einsatz kam, die wir noch vor einigen Tagen in Toledo bestaunen konnten. Nach dem Ende der Vigil machten wir drei uns dann wieder auf dem Weg zum Rest der Gruppe. Endlich dort angekommen, erfuhren wir, dass wir angesichts der Wetter- und Platzverhältnisse die Möglichkeit hatten, die Nacht in unserer normalen Unterkunft zu verbringen. Also machten wir uns auf den Weg, immer mit dem Ziel, die letzte Metro um 1.30 Uhr noch zu erwischen. Unsere Voluntarios hatten derweil aufgeschlossen und bereiteten uns einen tollen Empfang, sodass wir auch diese Nacht im Trockenen verbringen konnten.

Tagesbericht vom 18.08.2011

Ort: Madrid | Autor: Kevin Jackels

Nach einem Frühstück gegen 8:30 gingen wir wie tags zuvor gegen 9 Uhr zur Katechese.

Dort diskutierte der österreichische Kardinal Schönborn teils auch mit uns, über das Thema der Neuaufnahme des Glaubens sowie der Stärke, welche junge Christen heutzutage in der Gesellschaft beweisen müssen um dem Glauben treu zu bleiben, sowie was es heißt, zu glauben. Mit seiner scherzenden Art stieß er auf große Begeisterung und Teilnahme durch die Pilger an der Diskussion. Die Fragen, welche wir ihm vor der Messe stellen durften, versuchte er, möglichst genau zu beantworten.  Gegen 12.30 Uhr begann dann die Messe.

An dieser nahmen nicht nur Deutsche, sondern auch Österreicher sowie eine Gruppe des Anti-Drogen-Projektes von Mutter Livana teil. Die Messe wurde vom Chor begleitet, diesmal auch von einem Gebärdendolmetscher, da einige Gehörlose teilnahmen. In der Predigt kamen die Worte „dummer Bauer“ vor, was bei der Übersetzung in die  Gebärdensprache für große Lacher sorgte.

Nach der Messe gingen wir alle zusammen essen und beeilten uns danach, um schnellstmöglich zur Straße zu kommen, wo Leinwände aufgebaut waren.

Dort warteten wir etwa dreieinhalb Stunden auf die Übertragung der Fahrt des Papstes zur Schlüsselübergabe. Tobi und Philipp D. waren etwa drei bis vier Meter vom „Papa-Mobil“ entfernt, als der Papst zum Rathaus fuhr, während die anderen vor der Leinwand das Geschehen verfolgten.

Zurück im Quartier, haben Thomas, Tobi, Philipp  D. und Kevin gegen die Brasilianer aus unserm Quartier eine Runde Fußball gespielt  Da wir in der Unterzahl waren kam, nach etwa der Hälfte der Spielzeit noch ein Brasilianer zu uns ins Team, woraufhin wir fast noch den Sieg geholt hätten.

Direkt nach dem Spiel setzten wir uns zur Abendrunde zusammen. Die Fußballer hatten keine Zeit zum Duschen, weshalb wir in der Runde ein wenig auffielen, da unser Geruch besser hätte sein können. Wir hielten dann unsere kleine Abendmesse, welche Püh leitete und reflektierten den Tag nochmal, welcher für alle als gut gelungen empfunden wurde.

Die Fußballer gingen danach duschen und feierten mit einigen Brasilianern noch eine Dusch-Party und brachten uns gegenseitig Lieder der anderen Nation bei.

Alles in allem waren wir gegen etwa ein Uhr im Schlafsack und schliefen innerhalb weniger Minuten ein. Jedoch mussten wir in der Nacht wieder alle aufstehen, da wir mit dem Kopf unterm Dach hervorguckten und es einen kleinen Regenschauer gab.

Viele Grüße aus dem warmen Madrid, Kevin Jackels

Tagesbericht vom 20.07.2008

Ort: Randwick/Sydney | Autorin: Carolin

Unser Tag begann heute um 7 Uhr, denn eine Gruppe aus Papua Neuguinea trällerte uns ein fröhliches Morgenlied, ein ungewohnter Wecker, aber um einiges schöner als die nervigen Handyklingeltöne, die uns sonst immer weckten. Jeder hatte kurz und ziemlich unbequem geschlafen und so waren wir dementsprechend ziemlich gerädert. Wir hatten drei Stunden Zeit um unsere Gemüter einigermaßen wach zu bekommen, denn um 10 Uhr begann die große Abschlussmesse mit mehr als einer halben Million Pilgern, ein unvergesslicher Anblick.

Die vielen verschiedenen Kulturen, Gesänge, Farben und Charaktere kreierten ein buntes, aber doch besinnliches Treiben. Um uns herum waren Deutsche, Polen, Mexikaner, Amerikaner und Papua Neuguinea und andere. Alles in allem hatten wir einen guten Platz, vor uns war eine Leinwand und die Bühne war auch in Sichtweite.

Das Besondere an der Messe war, dass 24 bestimmte Jugendliche vom Papst gefirmt wurden. Die anstrengende Nacht zeigte sich während der fast dreistündigen Messe, jede Sitzgelegenheit wurde dankbar angenommen und einige verschliefen sogar die Kommunion.

Am Ende der Messe wurde der nächste Ort des Weltjugendtages bekannt gegeben: Madrid, Spanien. Man kann sich vorstellen, dass die Spanier völlig aus dem Häuschen waren, entsprechend feierten sie vor dem Altar.

Erik (Pühringer) kehrte zu uns zurück, da er eine extra Wurst und einen besseren Sitzplatz hatte (Konzelebration), und wir blieben noch circa eine Stunde nach der Messe an unseren Plätzen, um der riesigen Menge den Vortritt zu lassen, und gingen dann erst in Richtung Bus.

Nach einigem Umsteigen kamen wir dann zu unserer Ausgangsstation Wynyard. Dort trennte sich die Gruppe in drei Teile. Unsere Unterkunft öffnete erst wieder um 19 Uhr, so dass wir unsere Zeit anderweitig vertreiben mussten. Einige fuhren an den Strand, einige in den Ort unserer Unterkunft und einige blieben noch in Sydney, um die restlichen Geschenke und Postkarten zu besorgen.

Abends trudelten alle wieder erschöpft in die Schule ein und genossen ihr erstes und wohlverdientes (laut Erik) Bier in Australien. Wir gingen alle noch gemeinsam Essen und fielen danach todmüde in unseren Schlafsack.

Tagesbericht vom 19.07.2008

Ort: Sydney/Randwick | Autor: Christoph

Der Tag begann wieder einmal wundervoll … und zwar kalt. Denn wie nach jeder Nacht, die wohlig warm begann, war es am Morgen wieder ziemlich kühl: Gefühlte -10 Grad.

Aufgestanden sind wir gegen 7 Uhr, dass heißt die anderen, meine Wenigkeit ließ sich wieder einmal eine halbe Stunde länger Zeit. Wenn ich zu dieser Morgenstunde noch müde war, so war ich es nach der Morgenwäsche unter eiskaltem Wasser sicher nicht mehr.

Zurück im Zimmer mussten wir dann unsere Sachen packen, die wir für die Übernachtung im Randwick Racecourse benötigten. Das heißt: Schlafsack, Isomatte, Warme Klamotten, sowie Verpflegung für den Pilgrimswalk. Alles zusammen machte das dann etwa eine Tonne Gewicht.Voll beladen trafen wir uns dann gegen 9 Uhr im Hof der Schule und machten uns auf zum Bus. Diesen mussten wir uns  mit einer Pilgergruppe aus Spanien teilen, was so viel bedeutete, wie sich mit all seinen Klamotten auf einen kleinen Sitzplatz zu quetschen und in dieser Pose eine Stunde zu verharren. Irgendwie ist es mir gelungen eine Sitzposition zu finden, die es mir erlaubte die ganze Fahrt zu verschlafen.

Den Weg bis zur Harbour Bridge zu finden war nicht schwer. Wir schlossen uns einfach der grölenden Masse von anderen Pilgern aller Farben und Kulturen an, welche ebenfalls ihren Pilgermarsch antrat.
Dieser führte über die schon erwähnte Brücke und zog sich durch die Stadt bis zum neun Kilometer entfernten Randwick Racecourse.

Neun Kilometer sind an sich ja keine große Entfernung, werden aber, wenn man so bepackt ist wie wir es waren, zur reinsten Tortour.
Das Bild was sich dann aber auf der Harbour Bridge bot, entschädigte für alles: Ein nicht abreißender Menschenstrom von jungen Pilgern aus allen Teilen der Welt. Nahezu alle Nationen waren vertreten.

Dies bemerkte man an den Gesängen die überall erschallten: Von Aussi Aussi Schlachtrufen der Australier bis zu den Gospelsongs der Afrikaner war alles vertreten. Und mittendrin schrien wir, die wir uns unter eine andere Gruppe aus Deutschland gemischt hatten, unser OLEEEE OLEEEEEE heraus.

Allerdings forderte dieser Gewaltmarsch auch einige Opfer, genauer gesagt Céline und Daniel. Beide trugen Knieverletzungen davon, welche sie aber tapfer überstanden.

Die Rennbahn betraten wir dann am Ende des Pilgrimwalks ohne weitere Verzögerungen und bekamen sogar noch das Lunchpaket überreicht. SCHON WIEDER TUNFISCH! Allerdings gab es diesmal auch Huhn mit Gemüse, was einigermaßen genießbar war.

Die Atmosphäre auf der Rennstrecke war genial. Über 800 000 weitere Pilger bezogen ebenfalls Quartier. So weit das Auge blicken konnte sah man nur Menschen und Fahnen.

Nachdem wir unsere Schlafstätte aufgebaut hatten spaltete sich die Gruppe in zwei Hälften. Die eine Hälfte machte sich auf, die restlichen Aachen-Pins zu „swappen“ und die andere … schlief. Ich war Teil der ersten Hälfte und hatte zwei neue Armbänder, zwei Pins, sowie einen Rosenkranz zu verbuchen.

Mit Einbruch der Dunkelheit kam dann auch die Kälte, welche dazu veranlasste, alle Klamotten anzuziehen, die man sich mitgenommen hatte. Ich selbst fühlte mich wie eine Kopie des Michelinmännchens.

Gegen 19 Uhr begann dann die Abendandacht, die der „Holy Father himself“ hielt. Es wurden Texte in allen am größten vertretenen Sprachen gehalten. Die Andacht war meines Erachtens sehr bewegend.

Die schönste Erinnerung die ich an diesen Abend behalten werde, ist das Bild eines riesigen Flammenmeers, was die Kerzen, welche an die Pilger verteilt wurden, erzeugten.

Nach der Andacht spielten noch zwei Bands. Eine irische und eine Priesterband.

Die Priester waren gut, aber die Iren hatten Feuer in ihrer Musik, was mich und Marc veranlasste, wie die Verrückten durch die Gegend zu tanzen.

Die folgende Nacht war kalt und warm zu beiden Teilen. Kalte Füße, warmer Körper. Alles in allem kann man sagen, es war eine anstrengende, aber schöne Zeit in Randwick.

Tagesbericht vom 17.07.2008

Ort: Sydney | Autor: Marc

Heute sind wir um kurz nach 8 Uhr in die Stadt aufgebrochen, um unsere zweite Katechese zu besuchen. Nach langen Diskussionen am gestrigen Tag waren wir schon sehr gespannt, wie diese heute ausfallen würde. Wir  hatten es schon wieder nicht geschafft, pünktlich loszukommen, was gestern schon kritisiert wurde :-) .  Als wir ankamen, warteten wir draußen darauf, dass die Leute mit ihrem Gesang fertig waren, da wir sie ja nicht stören wollten.

Als wir dann rein gegangen sind, haben wir noch ein paar Minuten darauf gewartet, dass es losgeht. Wir stellten fest, dass ein paar alte Freunde da waren,  mit denen wir gestern heiße Diskussionen geführt hatten. (Donatella und ihr Handy [Oder Kamera :P])

Erst durften drei Personen ein paar Fragen beantworten. Sie haben jeder aus ihrem Leben erzählt, was, glaub ich, keinen von uns interessiert hat. Die Katechese war schon besser als gestern. Es gab ein paar Stellen, die ich amüsant fand.

Nach der Katechese hatten wir dann noch eine Messe. Als wir mit der Messe fertig waren, gingen wir zum Mittagessen über, das sehr ausgefallen war. Wir hatten Brötchen mit Thunfisch und Bohnen in Tomatensoße.

Nach dem Essen fuhren wir mit dem Bus nach Sydney rein, um den Papst zu begrüßen. Heute hatten wir bessere Plätze als vorgestern. Wir konnten gut auf den Altar sehen und hatten direkt vor uns eine Leinwand. Außerdem befanden wir uns an jenem Gang, auf dem der Papst entlang kommen würde.

Irgendwann kam der Papst dann unter Applaus per Schiff nach Barangaroo.

Wir hörten dann eine Willkommensrede des Papstes und von noch ein paar anderen Personen. Als der Papst fertig war, hat er sich wieder zu seinem Papamobil begeben und ist noch durch die Stadt gefahren. Wir sind in der Zwischenzeit zum Abendessen übergegangen, fast alle fanden das Abendessen ein wenig abstoßend.

Gegen 6 Uhr haben wir uns dann mit Tausenden Pilgern auf den Heimweg begeben. Gegen 19.30 Uhr waren wir dann wieder in St. Rose, wo wir den kompletten Abend Freizeit hatten. Alles in allem fand ich den Tag sehr gut. :-)

Tagesbericht vom 16.07.2008

Ort: Sydney | Autor: Michael Eich

Nach einem frühen Start gegen 7 Uhr gab es ein kleines, aber feines Pilger- Frühstück. Pünktlich 8:15 Uhr ging es dann los zur Katechese und einer anschließenden Messe in der St. James Kirche mit Weihbischof Dr. Reinhard Hauke aus Erfurt.

Nach einem warmen Mittagessen ging es mit dem Bus in die Stadt. Ein Ausflug über die Harbour Bridge und das Hinaufklettern auf eine Besichtigungsplattform  wurden zum Höhepunkt des Tages. Von der Plattform konnte man einen atemberaubenden Blick auf die Skyline Sydneys mit der weltberühmten Opera genießen.

Nach diesem Ereignissen und viele Bilder später ging es auf in das Hafenviertel von Sydney, ,,The Rocks“ genannt, wo ein Gruppenfoto mit Mechernich-Flagge entstand, was von den umstehenden Touristen, Pilgern und Einwohnern erfreut beobachtet wurde. Nach kurzer Beratung  in der Gruppe wurden mehrere kleinere Gruppen gebildet, die an verschiedenen Plätzen ihren restlichen Tag verbrachten, wie z.B. beim Shoppen.

Nach einem anstrengenden Tag kamen alle gesund und munter in der Unterkunft an und ließen die letzten Tage und Wochen Revue passieren.