Tagesbericht vom 14.07.2008

Ort: Melbourne/Sydney | Autorin: Celine

Nach einer seeeeehr kurzen Nacht ging es heute Morgen um 4 Uhr los zum Flughafen. Am Flughafen angekommen, wurde flott eingecheckt und schon saßen wir im Flieger nach Sydney. Dort angekommen, war der Tag für mich persönlich erst einmal gelaufen. Nachdem alle ihren Koffer hatten, stand ich immer noch einsam und alleine am Band und wartete zitternd auf meinen Koffer. Auch nach einer Stunde war er nicht aufgetaucht, und deshalb flossen erst einmal ein paar Tränen, und ich musste meinen Koffer als vermisst melden :-( .

Gott sei Dank war die Gruppe sofort sehr hilfsbereit, so dass ich später mit neuer Zahnbürste und einem Pyjama, sponsored by Manuel, ausgestattet war.

Nachdem wir wieder vollständig waren, wurden wir erst einmal samt Koffer in Mini-Taxis eine Stunde quer durch Sydney nach Collaroy Plateau gefahren, wo unsere Schule steht.

Im Mini-Taxi quetschten wir uns zu zehnt hinein wie Sardinen in der Büchse. Leider durften wir erst ab 16 Uhr rein in die Schule und sind deshalb zuerst einmal zum Strand gegangen, wo mir Pechvogel erst die FlipFlops fliegen gegangen sind (den Wellen gefielen meine Schuhe anscheinend sehr) und danach auch noch meine Jeans klatschnass waren  . . . ich muss wohl nicht wiederholen, dass ich zu der Zeit keinen Koffer hatte . . .  Als es endlich 16 Uhr war, ging es ab in die Schlafräume (natürlich männlich/weiblich getrennt).

Kaum waren wir zufrieden, kam der nächste Schock: Die Dusche besteht aus einer Holzkiste auf Rädern, die man sich zu Dritt teilen muss und die ca. 100 Meter von unserem Schlafsaal entfernt liegt. Dies wiederum heißt, dass wir im Bikini bei sechs Grad Celsius über den Hof spazieren müssen. :-) Der Schock wurde dann mit Pizza und Kaffee überwunden und die Volonteers (freiwillige Helfer) haben dafür gesorgt, dass wir nachts nicht frieren mussten, indem die Gemeinde ihre Speicher und Keller geplündert hat, um uns mit Decken und Matten zu versorgen.

Um 23 Uhr lagen wir endlich alle im „Bett“, als es an der Tür klopfte, und ein sehr netter Herr mir meinen Koffer brachte. Meine erste Reaktion war einmal quer durch den Raum zu kreischen, was wiederum unseren „Püh“ (Pfarrer Erik Pühringer) weckte, der darüber nicht sonderlich erfreut war (:-) Sorry). Also ging auch ich glücklich und zufrieden ins Bett, so dass wir morgen schnell in die Stadt kommen können.

Tagesbericht vom 09.07.2008

Ort: Brisbane/Melbourne | Autorin: Julia Büser

Der Tag begann eigentlich wie immer mit einem Frühstück um 7 Uhr. Doch heute konnten wir nicht wie sonst immer im Halbschlaf einfach nur schnell was essen.

Die Gruppe aus Amerika, die auch zum Weltjugendtag fährt und bei uns im Hotel wohnt, fragte uns, ob wir mir ihnen ein kurzes Gebet halten wollten. Und da konnten und wollten wir nicht Nein sagen. Nach einem recht kurzen Gebet und dem Lied „Amazing Grace“ ging es für uns alle ans Packen, denn schon heute Abend sollten wir in Melbourne in unseren Gastfamilien sein.

Nach drei Stunden (!) Zeit zum Packen kam dann auch endlich der Bus, der uns zum Flughafen brachte. Die knappe Stunde Verspätung unseres Fluges machte uns nichts aus, weil so gut wie alle die neu gewonnene Zeit zum Tauschen der ersten Pins nutzten.

Aus unserem eigentlich nur noch eine Stunde dauernden Aufenthalt am Brisbaner Flughafen wurden auf einmal vier Stunden, von denen wir zwei Stunden bereits im Flugzeug verbrachten, weil irgendein Papier zum Abflug fehlte.
Dann endlich, drei Stunden zu spät und völlig übermüdet, waren wir Melbourne angekommen. Aber  zuerst mal weit und breit kein Bus zu sehen. Nach einer weiteren Stunde Warten kam auch dieser endlich und wir machten uns auf den Weg in unsere Gastgemeinde.So dachten wir zumindest. Darum stiegen wir auch alle guten Mutes nach 15 Minuten Fahrt aus dem Bus aus. Aber sollte die Fahrt nicht eigentlich über eine Stunde dauern? Da machte sich erst mal keiner Gedanken drüber, Hauptsache angekommen. Erst nach und nach kamen erste Zweifel. Sollten wir nicht in Gastfamilien wohnen? Wo sind denn die ganzen Leute? Und so stellte sich heraus, dass der Busfahrer uns an der völlig falschen Stelle rausgelassen hatte. Warum auch immer.

Also kam er noch mal zurück und wir verstauten wieder alles im Bus und fuhren weiter. Nach einer weiteren knappen Stunde Fahrt kamen wir dann endlich an. Mittlerweile hatten wir 0.30 Uhr und es war eiskalt. Aber Gott sei Dank waren alle Gastfamilien da, um uns abzuholen. Alle? Ne, Laura, Jule, Donna und ich wurden einfach nicht aufgerufen.

Und so stellte sich raus, dass unsere Gasteltern schon schlafen waren und sich jetzt erst auf den Weg machen mussten, um uns abzuholen. Nach 20 Minuten war Ben, unser Gastvater, dann da und wir fuhren mit ihm „nach Hause“. Dort angekommen schliefen natürlich alle schon, nur Josie, unsere Gastmutter, wurde wach und begrüßte uns liebevoll im Schlafanzug. Das Angebot an Essen und Trinken lehnten wir übermüdet ab und gingen einfach nur noch ins Bett, um zu schlafen.

Tagesbericht vom 08.07.2008

Ort: hoch über dem Dschungel | Autorin: Julia Dünnwald

Vom heutigen Tag war ich leider ein bisschen enttäuscht. Ich hab mich schon seit der Abfahrt in Mechernich am meisten auf den Regenwald gefreut. Vielleicht hab ich mir auch gerade deshalb mehr darunter vorgestellt. Ich erzähle es Euch einfach:

Wir wurden um 8 Uhr morgens mit einem Reisebus vor unserem Hotel abgeholt. Der brachte uns dann zum Bahnhof, von wo aus es hinauf zum Regenwald ging. Während der Fahrt haben wir einen kurzen Zwischenstopp gemacht, damit alle den wundervollen Wasserfall bewundern und fotografieren konnten.

Nach einer Dreiviertelstunde sind wir oben angekommen. Tja, ich hab jetzt lauter Bäume, enge Holzwege und jede Menge Tiere erwartet. Tropen eben. Zu sehen war aber nur ein kleines Dorf. Wir hatten eine Stunde Zeit, um dort herumzulaufen. War nichts mit „Reingehen in den tiefen Dschungel“.

Naja, danach sind wir mit der Gondel wieder herunter gefahren. Zur kleinen Entschädigung machte diese dann zum Glück zwei kleine Zwischenstopps, bei  denen wir einen Blick in den Dschungel werfen konnten. Aber leider auch nur fünf  Minuten lang.

Natürlich war während der Fahrt mit der Gondel auch ein toller Ausblick zu genießen. Unten angekommen, hatten selbstverständlich alle Hunger, wie sollte es auch anders sein? Wir essen hier fast den ganzen Tag . . .

Jedenfalls gab es auch heute ein ziemlich leckeres Büfett. Schön war danach das Theaterstück, welches von Aboriginis aufgeführt wurde. Diese Tänze und Klänge vom Didgeridoo waren „very nice“. Nach dem Theaterstück durften wir Boomerang und Speer werfen. Einer der Aboriginis zeigte uns vorher, wie es geht. Ebenfalls durften wir versuchen, selber Didgeridoo zu spielen. Ich konnte es nicht.

Danach wurden die, die wollten, toll geschminkt. Um 5 Uhr war es dann an der Zeit, zurück zu fahren. Gleich gehen wir noch gemeinsam Essen. Schon wieder  . . . Und danach wird gepackt, denn morgen geht es schon früh zum Flughafen.

Tagesbericht vom 06.07.2008

Ort: Australien, Cairns | Autor: Marcus Jannes

Nach einem anstrengenden und langem Spaziergang durch das heiße und schwüle Hong Kong konnten wir schließlich um 23.30 Uhr das Flugzeug Richtung Cairns besteigen. Sieben Stunden Flug lagen vor uns, die als Erholung zum Schlafen und Relaxen sehr sehr willkommen waren. Die Zeit verging aber wie im Flug und als wir schließlich ankamen, war das Schlafdefizit noch immer nicht aufgeholt, so dass man schließlich mit müden Gesichtern in Australien landete. Am Flughafen wurde sich noch schnell umgezogen und die Zähne geputzt, bevor die liebe Simone, eine Reiseleiterin, uns in der Empfangshalle willkommen hieß.

Wir stiegen in den klimatisierten Bus und ab gings zur Stadtführung durch Cairns, die mal in Englisch und mal in Deutsch mit schriller Stimme gehalten wurde. Zu allererst wurde der Strand angefahren, an dem man dann die seit zwei Tagen getragenen Schuhe endlich ausziehen konnte und die verschwitzen Füße im Meerwasser badete.

Nachdem man sich nun einigermaßen in der Stadt auskannte, wurde endlich das Cairns Beach Hotel, unser Aufenthaltsort für die nächsten drei Tage, angesteuert. Schnell noch die Zimmer aufgeteilt und dann Zack unter die Dusche, die Erste seit ca. drei Tagen.Als man dann die Anlage etwas ausgekundschaftet hatte, war man sich schnell darüber einig, dass der folgende Abend der freien Verfügung überlassen werden sollte. So lagen einige bereits um sieben Uhr im Bett, andere saßen noch um elf Uhr im Internetcafé, um den Daheimgeblieben über den erlebten Tag zu berichten und zu sagen, dass man endlich in Australien angekommen ist.