Tagesbericht vom 16.08.2011

Ort: Toledo/Madrid | Autor: ?

Heute wurden wir gegen acht Uhr von einem Holzfällertrupp geweckt, sodass wir unseren Handywecker gar nicht hätten stellen müssen. Nachdem wir uns mit zirka 150 Leuten auf genau zwei Toiletten umgezogen hatten, gab es für jeden ein individuelles Frühstück, das am Vortag von unseren Gasteltern zubereitet wurde.

Da wir das Quartier in Toledo nur für eine Nacht bezogen, ging es auf direktem Weg mit dem Bus nach Madrid. Doch leider wurde unsere Vorfreude auf dem Weltjugendtag und auf den bevorstehenden Flashmob gedämpft, da wir in unserem eigentlichen Quartier wegen Überfüllung nicht bleiben konnten. Nun musste ein neues Quartier her. Da dies aber nicht ganz so einfach war, brutzelten wir ein paar Stunden in der Sonne. Manche von uns organisierten Getränke, damit wir nicht wie kleine Blümchen austrockneten. Nach einigen Stunden und Telefonaten hatten wir endlich eine neue Unterkunft. Bevor wir diese bezogen, stärkten wir uns mit einem Pilgeressen, das wir bei Telepizza bestellten. Zur Belohnung für das lange Waten bekamen wir noch zusätzlich unsere Weltjugendtagsrucksäcke mit einem Fächer, einem Hut, Gebets- und Programmheften, Essensmarken und einer Metrokarte.

Ab jetzt lebten wir mit zirka 200 Brasilianern in einer Sporthalle. Nachdem wir unser neues Reich bezogen hatten, gingen wir mit der ganzen Gruppe zum Eröffnungsgottesdienst. Da wir uns nicht mitten in die Menschenmenge drängen wollten, suchten wir uns eine Seitenstraße, von der man die Messe über einen Bildschirm verfolgen konnte. Da nun aber unser Mittagessen schon einige Stunden her war, drängten wir direkt in das nächstgelegene Schnellrestaurant. Diese Idee hatten allerdings einige, sodass die Schlange sehr lang war und es fast eine ganze Stunde gedauert hatte, bis auch der Letzte sein Abendessen bekam. Da das Restaurant nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet hatte, gab es für die Letzten nur noch Reste vom Gazpacho und Kuchen. Gegen kurz nach Mitternacht kamen wir dann im neuen Quartier erschöpft an.

Tagesbericht vom 14.08.2011

Ort: Talavera/San Vicente | Autor: Philipp Dasburg

Am heutigenTag sind wir um 10 Uhr zur Basilika del Prado gegangen und haben uns einen Vortrag angehört. Später haben wir eine Stadtführung gemacht. Da wurde uns die Stadtmauer vorgestellt und wir sind in das National Stadt Museum gegangen.
Um ein Uhr war letzte heilige Messe in unserer Kirche in Talavera, wo
Thomas und Ich (Philipp) Messdiener waren.

Später war Mittagessen bei unseren Gastfamilien angesagt.
Tanja, Agnes, Elke und ich waren nicht bei unserer Gastoma, da sie sich am Vortag verletzt hatte und nicht kochen konnte.

Nachdem wir uns noch kurz frisch gemacht hatten, ging es zum Stierkampf in San Vicente. Dort hat sich unsere Gruppe aufgeteilt. Die Jungs waren im Bus von „Kempen-Viersen“, neun Mädchen im Bus von „Nettetal“, und der Rest war im Privatbus von Xavier(Pfarrer). Unser Busfahrer war übelst locker, da er „Flipflops“ und eine Badehose anhatte. Er war ca. 23 Jahre, und wir sind mit ihm durch eine Gasse gefahren, wo an beiden Seiten zehn Zentimeter Platz war.

In San Vicente angekommen, gab es Essen umsonst, und wir haben uns den Stierkampf angeguckt. Viele Jugendliche aus dem Bistum Aachen haben mit gemacht.
Als wir gehen wollten und auf unsere Busfahrer gewartet haben, kam eine Frau „Vollgas“ mit einem Roller in die Einfahrt und hat sich genau vor uns hingelegt. Einige Mädchen waren voller Staub.

Nachdem wir wieder in Talavera waren, stand noch ein Musical auf dem Plan.
Als Schauspieler waren der Gastvater von Tobi und Thomas und die Gastmutter von Julia und Irena dabei. Da trafen wir wieder auf unseren Pastor, da ihm nach der Stadtführung schlecht wurde und er bei seiner Gastfamilie blieb.

Am Ende wurden wir noch in die Basilika del Prado eingeladen um das Schlusslied zuende zu singen. Danach ging es wieder zu unserer Gastoma „Mercedes“.
Das war ein anstrengender, aber auch schöner Tag.

Philipp Dasburg

Tagesbericht vom 11.08.2011

Ort: Talavera de la Raina/Guadalupe | Autor: Thomas Schramm

Nach anstrengender, aber schneller Nachtfahrt haben wir endlich Talavera de la Raina, Spanien, gegen  Morgen erreicht. Hier bereiten wir uns mit anderen Gruppen aus dem Erzbistum Aachen auf den Weltjugendtag in Madrid vor.

Nach kurzer Begrüßung und schneller Deponierung unserer Koffer nahmen wir an einem kurzen Morgengebet teil und machten uns danach mit unseren Mitpilgern aus Deutschland auf den Weg nach Guadalupe, einem sehr wichtigem Pilgerort in Spanien. Dort durften wir alle die Mutter Gottes verehren. Ich war fasziniert, wie schmuckvoll dieses Kloster gebaut wurde.

Bei knappen 40 Grad Celsius war es fast unerträglich, in der prallen Sonne zu stehen. So waren wir alle sehr froh, dass wir nach einem kurzem Mittagsimbiss im Restaurant direkt in ein Freibad gefahren sind. Ganz malheurfrei war unser Mittagessen leider nicht, unsere Betreuerin Steffi hat es geschafft, vor dem Essen einen Stuhl kaputt zu „sitzen“. Aber wir konnten alle  unbeschadet und auch glücklich die Abkühlung im Freibad genießen.

Jetzt, gegen Abend, machen wir uns auf den Heimweg nach Telavera und werden noch an einem Gottesdienst teilnehmen. Voller Erwartung werden wir später von unseren Gastfamilien aufgenommen. Einige können es gar nicht erwarten.

Liebe Grüße aus dem Freibad,
Thomas Schramm

Ergänzung:
Der Gottesdienst war sehr lebhaft und ich denke, dass alle Deutschen sehr viel Spaß hatten. An diesem Gottesdienst nahmen alle deutschen Pilger des Erzbistums Aachen, welche in Talavera untergebracht sind, teil. Es waren insgesamt 400 Deutsche und ein paar Vertreter aus Spanien. Nach dem Gottesdienst wurden wir in unseren Gastfamilien vorgestellt und sind mit diesen zu ihnen nach Hause gefahren, um mit ihnen zu Abend zu essen. Es gab in unserer Familie spanische Spezialitäten, wie zum Beispiel Gazpacio, eine kalte Tomatensuppe zur Erfrischung oder Tortillias mit Pisto, eine Art Omelett mit Kartoffeln und Soße mit Fleisch. Dies wird oft auch auf Brot gegessen. Ich persönlich kann sagen, dass die Spanier sehr gastfreundlich sind und dass ich mich hier sehr wohl fühle.

Tagesbericht vom 10.08.2011

Ort: Biarritz | Autorin: Julia W.

Nach einer unbequemen Nacht im Bus haben wir um 10 Uhr endlich das Zwischenziel Biarritz erreicht. Mein Teil der Gruppe hat sich sofort zum Strand begeben, während andere zum Shoppen in die Stadt gegangen sind. Wir waren von Vormittags an bis 16 Uhr am Strand in einer kleinen Bucht. Wegen der Flut mussten wir mehrere Male den Liegeplatz wechseln. Bei dem starken Sonnenschein bot das Atlantikwasser eine sehr angenehme Abkühlung.

Danach haben wir ein „Ründchen“ durch die Stadt gedreht und uns schließlich im Carrefour (eine französische Supermarktkette – Laura nennt es lieber „Karrefuhr“) Sandwiches gekauft.

Dann ging es wieder zurück zum Strand. Wir sind über eine Brücke zu einem  Aussichtsfelsen gegangen, wo man schöne Fotos von der Bucht und der Stadt machen konnte. Während Maria noch dafür geprobt hat, einen Franzosen zu fragen, ob er ein Foto von uns machen könnte („Est-ce que… vous pouvez… prendre un photo… de… nous?“), eilte schon eine Frau, die wohl unsere „Notlage“ erkannt  hatte, herbei und schoss ein Foto.

Abends sind wir in eine Pizzeria Essen gegangen und waren anschließend wieder am Strand, um einer Band zuzuhören und den Sonnenuntergang zu beobachten.
Es war ein wirklich toller Tag in Biarritz. Aber nach zwölf Stunden Aufenthalt waren wir ziemlich k.o. und hatten fast alle, trotz ungefähr sechsmaligem Eincremen, etwas Sonnenbrand.

Wir sollen noch viele Grüße von unserem zuständigen Pfarrer Xavier bestellen, der uns gerade nach Guadeloupe fährt und praktischerweise fließend Deutsch spricht.

Bis bald, Julia

Tagesbericht vom 09.08.2011

Ort: Autobahn – Aus dem Bus | Autor: Philipp Aretz

Gestern Abend (am 08. August, Anmerk. d. Red.) trafen wir uns zum letzten Mal vor der Reise im Johanneshaus. Wir erhielten die Pins und neueste Informationen. Am nächsten Morgen, 09. August, ging es dann an die Reisevorbereitungen, so zum Beispiel diesem „unwichtigen“  Kofferpacken.

Beinahe wäre ich gar nicht bis 17:30 Uhr fertiggeworden… Nun sitzen wir schon seit zirka fünf Stunden im Bus. Um 21:40 Uhr haben wir die französische Grenze passiert. Morgen, gegen etwa 09:00 Uhr, werden wir in unserem Zwischenziel Biarritz ankommen.

Tagesbericht vom 21.07.2008

Ort: Sydney/Blue Mountains | Autorin: Donatella

Heute war mal wieder ein hektischer Morgen, aber auch der letzte Morgen, da wir morgen früh Richtung Heimat zurückfliegen. Wir mussten sehr früh aufstehen, damit wir um 7 mit dem Bus zu den „Blue Mountains“ fahren konnten.

Die Busfahrt dauerte ungefähr zwei Stunden. Dort angekommen, sind wir mit der „Scenic Railway“ Bahn den steilsten Hang Australiens runter gefahren und dann wieder mit der „Scenic Cableway“ hochgefahren. Beobachten konnten wir Australiens Wälder-Panorama  in voller Pracht. Die Ausschau war sehr überwältigend und wunderschön.

Daraufhin sind wir mit dem Bus zum „Echo Point“ gefahren, wo wir wie auf einer Terrasse die berühmtesten Felsen der Blue Mountains, die „Three Sisters“ sehen konnten. Es folgte dann eine kürzere Fahrt mit dem Bus zum Kino, wo wir „The Edge“ geguckt haben.

„The Edge“ ist eine Film-Dokumentation über Australiens Wälder, die bis heute nicht genau besichtigt worden und dennoch gefährdet sind. Nach 40 Minuten Kino folgte ein Büffet-Essen in der Kantine des Kinos, wo sich ALLE sehr gefreut haben und sich  natürlich satt gegessen haben, da die letzen Tage sehr von Fast -Food geprägt waren.

Unsere letzte Tour durch Australien brachte uns zum „Featherdale Wildlife-Park“, wo man Australiens berühmteste Tiere zum letzten mal hautnah erleben und anfassen konnte, das waren Tiere wie Kängurus, Wallabies, Wombats oder Koalabären.

Langsam endete unser Tag mit der Busfahrt zu unserem letzten Schlafplatz in Australien, einer Lagerhalle neben dem Olympiastadion Sydneys. Abends gingen wir dann ein letztes mal gemeinsam essen und dann ein Bierchen trinken. Ein sehr angenehmer Tag ging dann zu Ende.