Tagesbericht vom 08.07.2008

Ort: hoch über dem Dschungel | Autorin: Julia Dünnwald

Vom heutigen Tag war ich leider ein bisschen enttäuscht. Ich hab mich schon seit der Abfahrt in Mechernich am meisten auf den Regenwald gefreut. Vielleicht hab ich mir auch gerade deshalb mehr darunter vorgestellt. Ich erzähle es Euch einfach:

Wir wurden um 8 Uhr morgens mit einem Reisebus vor unserem Hotel abgeholt. Der brachte uns dann zum Bahnhof, von wo aus es hinauf zum Regenwald ging. Während der Fahrt haben wir einen kurzen Zwischenstopp gemacht, damit alle den wundervollen Wasserfall bewundern und fotografieren konnten.

Nach einer Dreiviertelstunde sind wir oben angekommen. Tja, ich hab jetzt lauter Bäume, enge Holzwege und jede Menge Tiere erwartet. Tropen eben. Zu sehen war aber nur ein kleines Dorf. Wir hatten eine Stunde Zeit, um dort herumzulaufen. War nichts mit „Reingehen in den tiefen Dschungel“.

Naja, danach sind wir mit der Gondel wieder herunter gefahren. Zur kleinen Entschädigung machte diese dann zum Glück zwei kleine Zwischenstopps, bei  denen wir einen Blick in den Dschungel werfen konnten. Aber leider auch nur fünf  Minuten lang.

Natürlich war während der Fahrt mit der Gondel auch ein toller Ausblick zu genießen. Unten angekommen, hatten selbstverständlich alle Hunger, wie sollte es auch anders sein? Wir essen hier fast den ganzen Tag . . .

Jedenfalls gab es auch heute ein ziemlich leckeres Büfett. Schön war danach das Theaterstück, welches von Aboriginis aufgeführt wurde. Diese Tänze und Klänge vom Didgeridoo waren „very nice“. Nach dem Theaterstück durften wir Boomerang und Speer werfen. Einer der Aboriginis zeigte uns vorher, wie es geht. Ebenfalls durften wir versuchen, selber Didgeridoo zu spielen. Ich konnte es nicht.

Danach wurden die, die wollten, toll geschminkt. Um 5 Uhr war es dann an der Zeit, zurück zu fahren. Gleich gehen wir noch gemeinsam Essen. Schon wieder  . . . Und danach wird gepackt, denn morgen geht es schon früh zum Flughafen.

Tagesbericht vom 07.07.2008

Ort: Great Barrier-Riff | Autorin: Marina P.

Unser Tag begann nach einem entspannenden Schlaf, auf den ich nach den anstrengenden Flugstunden und der Zeitumstellung sehnsüchtig gewartet hatte.

Auf dem Programm stand eine Fahrt zum Great Barrier Reef. Wir trafen uns alle um 6 Uhr morgens, um gemeinsam zu frühstücken. Um sieben Uhr ging es auch schon los. Wir marschierten durch Cairns zum Hafen. Um uns die Zeit bis zur Abfahrt zu vertreiben, fingen wir an zu singen. Wir brachen auch nicht ab, als eine Gruppe Jugendlicher an uns vorbei ging und uns verwirrte und belustigte Blicke zuwarf.

Wir machten unsere Späße nach dem Motto „Uns kennt hier doch niemand“. Um 8.30 Uhr ging es dann endlich los. Wir fuhren mit einem Catamaran  zum Riff. Es fuhren noch andere Touristen mit, unter anderem auch Deutsche. Wir sicherten uns das gesamte Vorderdeck, auf dem wir uns die Zeit bis zur Ankunft vertrieben.

Die Frage, die mich die ganze Zeit beschäftigte, war: „Gehe ich schnorcheln oder nicht?“. Die Angst vor Haien war nicht nur bei mir sehr groß. Dennoch überwog die Neugierde und die Tatsache, dass man nicht oft die Chance hat, im Pazifik zu schwimmen. Fast alle gingen schnorcheln.

Nachdem der Kapitän uns die Regeln für Notfälle, wie z.B. „Mann-über-Bord-Situation“, oder „das Sinken des Bootes“ erklärt hatte, bekamen wir unsere Ausrüstung, d.h. Schnorchel, Flossen, Anzüge. Der „Captain“ gestaltete seine Erklärungen ziemlich lustig. Natürlich war alles in Englisch (ein paar Brocken Deutsch waren auch dabei), die meisten hatten jedoch glücklicherweise keine Probleme, ihn zu verstehen.

Wir wurden mit einem kleinen Glasbodenboot zu einer Sandbank gebracht. Sie war etwa 8 x 8 Meter groß. Von dort aus konnten wir eine Strecke von ca. 80 Metern schnorcheln. Der Moment war gekommen, auf den ich mich gefreut hatte. Wir watschelten mit unseren Flossen (ziemlich unbeholfen) und mit unseren zu groß oder zu klein ausgefallenen Anzügen hinein in den Pazifischen Ozean. Das Wasser, das wärmer war als ich dachte, verbarg eine Welt, wie ich sie bisher nur aus dem Fernsehen kannte.

Es war einfach unglaublich. Der Meeresgrund befand sich etwa drei Meter unter uns, so hatte man mit der Taucherbrille einen tollen Überblick. Ich hatte überhaupt keine Lust mehr,  wieder aufzutauchen, nach diesem Blick in die Unterwasserwelt. Auf einzelnen Flächen breiteten sich Korallen aus, auf denen ich handgroße, knallblaue Seesterne entdeckte, und kleine Fische, die in den buntesten Farben umher schwammen.

Eine Superentdeckung war eine Riesenmuschel, die ihr geöffnetes Maul zur Wasseroberfläche gerichtet hatte. Es war schade, dass ich nicht tauchen konnte. Der Anzug hielt mich an der Oberfläche. Auf dem Rückweg zur Sandinsel umgaben uns große, weiße, schimmernde Fische, die sich nicht vor uns scheuten, sondern sehr nah an uns heran schwammen. Ich habe es leider nicht geschafft, sie anzufassen.

Während unserem Schnorchelgang begleitete uns jemand aus der Crew auf einem kleinen Rettungsboot. Er achtete darauf, dass keiner von uns zu weit von der Strömung abgetrieben wurde und wenn einer keine Kraft mehr zum Schwimmen hatte, brachte er denjenigen auf die Insel.

Als wir wieder auf dem Schiff waren, gab es ein leckeres Buffet. Die Meerestiere habe ich nicht gegessen (ich hatte sie doch gerade erst bewundert und dann soll ich sie essen?), aber es gab noch andere leckere Sachen, wie Obst, Salate, Brote.

Nach dem Aufenthalt am Upolu Cay besuchten wir das Oyster Reef, an dem wir uns anderthalb Stunden aufhielten. Dort war das Wasser über sechs Meter tief und ich konnte leider kaum etwas auf dem Meeresgrund erkennen. Somit war die Angst vor Haien wieder da. Ich blieb nicht lange im Wasser.

Zurück an Bord sind wir mit einigen aus unserer Gruppe immer wieder vom Schiff ins Wasser gesprungen und so hatte ich doch noch meinen Spaß, bis ich soviel Salzwasser geschluckt hatte, dass mir der Hals wehtat. Nach dem Schwimmen war Sonnen an Deck angesagt, was auch ohne Sonne klappte. Der Himmel war  sehr bewölkt.

Einige unserer Gruppe hatten leider nicht soviel Freude an unserer Schiffstour, da sie vom ständigen Geschaukel seekrank wurden. Somit waren einige froh, als wir um halb vier die Reise zum Festland antraten. Wegen des starken Wellengangs  und des heftigen Windes torkelten alle auf dem Schiff herum. Die Jungs  ließen ihr Jacken vom Wind aufblasen und spielten Superman. In Cairns angekommen kehrten auch die Lebensgeister unserer Seekranken wieder zurück. So konnten wir unbeschwert wieder zum Hotel zurückkehren.

Der Tag war aufregend und hat mir sehr gut gefallen. Eine schöne Dusche und ein Abendessen im Pizza-Hut waren ein Super-Abschluss.

Tagesbericht vom 06.07.2008

Ort: Australien, Cairns | Autor: Marcus Jannes

Nach einem anstrengenden und langem Spaziergang durch das heiße und schwüle Hong Kong konnten wir schließlich um 23.30 Uhr das Flugzeug Richtung Cairns besteigen. Sieben Stunden Flug lagen vor uns, die als Erholung zum Schlafen und Relaxen sehr sehr willkommen waren. Die Zeit verging aber wie im Flug und als wir schließlich ankamen, war das Schlafdefizit noch immer nicht aufgeholt, so dass man schließlich mit müden Gesichtern in Australien landete. Am Flughafen wurde sich noch schnell umgezogen und die Zähne geputzt, bevor die liebe Simone, eine Reiseleiterin, uns in der Empfangshalle willkommen hieß.

Wir stiegen in den klimatisierten Bus und ab gings zur Stadtführung durch Cairns, die mal in Englisch und mal in Deutsch mit schriller Stimme gehalten wurde. Zu allererst wurde der Strand angefahren, an dem man dann die seit zwei Tagen getragenen Schuhe endlich ausziehen konnte und die verschwitzen Füße im Meerwasser badete.

Nachdem man sich nun einigermaßen in der Stadt auskannte, wurde endlich das Cairns Beach Hotel, unser Aufenthaltsort für die nächsten drei Tage, angesteuert. Schnell noch die Zimmer aufgeteilt und dann Zack unter die Dusche, die Erste seit ca. drei Tagen.Als man dann die Anlage etwas ausgekundschaftet hatte, war man sich schnell darüber einig, dass der folgende Abend der freien Verfügung überlassen werden sollte. So lagen einige bereits um sieben Uhr im Bett, andere saßen noch um elf Uhr im Internetcafé, um den Daheimgeblieben über den erlebten Tag zu berichten und zu sagen, dass man endlich in Australien angekommen ist.